Golden Visa, britische Staatsangehörige und Aufenthalt in Spanien

Das Gesetz 14/2013 vom 27. September über die Unterstützung von Unternehmern und deren Internationalisierung öffnete allen Bürgern aus Nicht-EU-Ländern, die eine bedeutende Investition in Spanien tätigen, die Tür, um eine Genehmigung zum Aufenthalt und zur Arbeit in unserem Land zu erhalten.

Artikel 63 dieses Gesetzes regelt, welche Fälle als bedeutende Investitionen gelten. Einer der bekanntesten Fälle ist der Erwerb von Immobilien mit einem Wert von mindestens 500.000 Euro lastenfrei, vorausgesetzt, dass der Kauf nach dem Inkrafttreten des Gesetzes 14/2013, d.h. am 29. September 2013, erfolgt ist. Daher werden Immobilien, die vor diesem Datum erworben wurden, nicht als wesentliche Investition betrachtet.

Obwohl dieses Gesetz seit mehr als sieben Jahren in Kraft ist, hat es nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und der damit verbundenen Änderung des Status der Briten an Bedeutung gewonnen, denn ab dem 1. Januar 2021 müssen britische Staatsangehörige, die sich länger als drei Monate in Spanien aufhalten wollen, einen Antrag auf Aufenthalt im Rahmen der Nicht-EU-Regelung stellen, wobei eine der Möglichkeiten als «Golden Visa» bekannt ist.

Der Antrag wird telematisch eingereicht und kann gestellt werden, ohne zuvor ein Aufenthaltsvisum als Investor erhalten zu haben, vorausgesetzt, der Investor und seine Familienangehörigen halten sich zum Zeitpunkt der Antragstellung regelmäßig in Spanien auf, z. B. für einen kurzfristigen Aufenthalt. Dem Antrag müssen u.a. folgende Dokumente beigefügt werden:

  • Nachweis über die getätigte Investition durch die entsprechende Bescheinigung des Grundbuchamtes.Diese Bescheinigung muss innerhalb von 90 Tagen vor der Einreichung des Antrags auf das Aufenthaltsvisum ausgestellt worden sein. Befindet sich die Immobilie zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums im Prozess der Eintragung in das Grundbuch, reicht es aus, die oben genannte Bescheinigung vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die Vorlage des Erwerbsdokuments zusammen mit den Dokumenten, die die Zahlung der entsprechenden Steuern belegen, gültig ist.
  • Öffentliche oder private Krankenversicherung, abgeschlossen bei einer in Spanien zugelassenen Versicherungsgesellschaft.
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für den Antragsteller und seine Familie während des Aufenthalts in Spanien, was mindestens 27.115,20 Euro pro Jahr für den Antragsteller und 6.778,80 Euro pro Jahr für den Ehepartner und jedes Kind bedeutet. Dies kann z.B. durch Bescheinigungen oder Kontoauszüge nachgewiesen werden, wobei zu beachten ist, dass diese ins Spanische übersetzt werden müssen und, falls sie in Fremdwährung ausgestellt sind, der Gegenwert in Euro angegeben werden muss.
  • Strafregisterbescheinigung des Herkunftslandes oder der Länder, in denen Sie sich in den letzten fünf Jahren aufgehalten haben (ordnungsgemäß apostilliert und mit einer beglaubigten Übersetzung).

Die maximale Frist für eine Entscheidung beträgt zwanzig Arbeitstage ab der Einreichung des Antrags. Sobald die Genehmigung mitgeteilt wurde, müssen der Antragsteller und seine Familie einen Ausländerausweis (TIE) bei der entsprechenden Behörde beantragen. Dieses Verfahren muss persönlich durchgeführt werden, da Fingerabdrücke abgenommen werden müssen. Nach 40-60 Tagen muss der Antragsteller zum Amt zurückkehren, um den Ausweis abzuholen.

Die Aufenthaltserlaubnis ist zwei Jahre lang gültig und kann verlängert werden, solange die Bedingungen, die zur Erteilung der Erlaubnis geführt haben, beibehalten werden. Außerdem ist für die Verlängerung kein tatsächlicher Aufenthalt in Spanien erforderlich, sondern nur ein Besuch in Spanien während der Aufenthaltsdauer.

 Schließlich ist zu beachten, dass die bloße Tatsache, eine Aufenthaltsgenehmigung zu besitzen, nicht bedeutet, dass man als Steuerinländer in Spanien gilt. Damit dies der Fall ist, ist es notwendig, sich mindestens 183 Tage in einem Kalenderjahr in Spanien aufgehalten zu haben.

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